Rehmedaillon in Honigkuchensoße
mit Wirsingstrudel und Maronenpilzen
Zutaten für 6 Personen
6 Rehrückenmedaillons à 80 g
Soße
0,5 l Wildfond, Wacholderbeeren, Schalotten
Rotwein, Lebkuchengewürz, Honig, Lebkuchen
Strudel
1/2 Wirsingkopf, 2 Schalotten. 50 g Butter
Salz, Pfeffer, Muskatnuß, Strudelteig
Maronenpilze
Maronenpilze, Schalottenwürfel, Butter
Schnittlauch, Salz, Pfeffer
Strudelteig
300 g Mehl, 25 g Öl, 4 g Salz
0,15 l lauwarmes Wasser
Zubereitung
Rehmedaillons
Die Medaillons mit Salz und Pfeffer würzen, in eine heiße Pfanne
mit Öl geben und im Ofen bei 180 Grad ca. 5 Minuten braten (sie sollten
noch englisch sein). Aus der Pfanne nehmen und in Aluminiumfolie gehüllt
4 Minuten ruhen lassen.
Soße
Die Schalotten mit den Wacholderbeeren in der Butter anschwitzen und mit
dem Rotwein ablöschen. Den Wildfond dazugeben und ein wenig reduzieren.
Den Fond mit Salz, Pfeffer, dem Lebkuchengewürz und dem Honig abschmecken.
Den Lebkuchen klein bröseln und zu der Soße geben. Solange kochen
lassen, bis sich der Lebkuchen aufgelöst hat und die Soße gebunden
ist.
Strudelteig
Das Mehl durchsieben, Öl und Salz dazugeben und das Wasser nach und
nach unterarbeiten, bis der Teig geschmeidig ist und sich gut "ziehen"
läßt. Zu einer Kugel formen, mit etwas Öl bestreichen und
in Folie gewickelt 30 Minuten ruhen lassen.
Den Wirsing in feine Streifen schneiden, in der Butter anschwitzen
und mit Salz, Muskat und Pfeffer würzen. Ein wenig Sahne hinzugeben
und garen. Den Strudelteig ausziehen und mit Butter bepinseln. Den Wirsing
in den Teig einrollen und mit Butter bestreichen. Im Ofen bei 180 Grad
ca. 12 Minuten backen.
Pilze
Die Maronenpilze putzen und vierteln. Zusammen mit den Schalottenwürfeln
in einer Pfanne braten. Mit Salz und Pfeffer würzen und zum Schluß
mit Schnittlauch bestreuen.
Weinempfehlung
Aus Bordeaux: Pomerol und Margaux, sowie noble
Burgunder Kressenzen sind die klassischen Weine zum Reh. Die freie Ernährung
dieser Tiere verlangt einen intensiven und konzentrierten Wein, der jedoch
von Eleganz geprägt sein soll - mit einer runden, samtigen Struktur.
Andere Bereiche Bordeaux haben hier natürlich auch einiges zu bieten,
ebenso die großen Weine von der Rhône, aus dem Languedoc, kalifornischer
Zinfandel, Barbaresco und Barolo, aber auch die neuen österreichischen
Gewächse vom Neusiedlersee, sowie spanische und portugiesische Tropfen
vom Duero / Douro bilden interessante Alternativen. Allgemein sollte der
Wein schon über eine gewisse Reife verfügen, der Gerbstoff gut
integriert sein und der Geschmack geprägt von Harmonie und Fruchtsüße,
Opulenz und Nachhall.
Sagrantino de Montefalco, eine eigenständige
Rotweintraube aus dem Herzen Umbriens in der Nähe von Assisi ist eine
besondere Empfehlung zu Wild. Der seltene Wein verfügt über erstaunlich
viel Kraft, bleibt dabei aber elegant und verbindet fruchtige Aromen mit
kräutrigen Noten. Gerbstoff und mächtiger Körper sind harmonisch
integriert, und wenn man einmal Spaß an diesem Wein bekommen hat,
kann man gar nicht genug davon bekommen. |